Mein schöner Garten

Pavillons sind aus der klassischen Gartenarchitektur nicht wegzudenken. Sie verleihen nicht nur weitläufigen Schlossgärten und Landschaftsparks einen ganz besonderen Reiz, sondern sind auch in kleineren Gärten ein toller Hingucker. Welche Möglichkeiten ein Gartenpavillon eröffnet und welche Punkte beim Aufbau eines Pavillons zu beachten sind, erläutert der folgende Text.

Vielfältige Möglichkeiten: Pavillons aus Holz, Eisen und Zeltleinwand

Wer darüber nachdenkt, seinen Garten mit einem Pavillon aufzuwerten, hat viele Möglichkeiten: Zeltpavillons sind schnell und unkompliziert aufgestellt, machen optisch aber wenig her und dienen​ zumeist als Schattenspender für bestimmte Anlässe. Eine elegantere Alternative bieten

Eisenpavillons mit integriertem Zeltdach​, die Robustheit und zeitlose Optik mit praktischem Sonnenschutz verbinden. ​Eisenpavillons​ ohne Zeltdach, ob schlicht oder aufwändig verziert, bilden einen filigranen Hingucker in der Gartenlandschaft. Wenn die Konstruktion speziell zur Berankung mit Kletterpflanzen ausgelegt ist, spricht man von einem Rankpavillon​     – klassische Varianten sind der​ Rosenpavillon und eine Berankung mit Wein, aber auch andere Blühpflanzen wie bspw. Clematis und​ Blauregen schaffen ein angenehm raschelndes Dach aus Blättern und Blüten. ​Holzpavillons wiederum wirken etwas robuster und bieten in halboffener Bauweise ein lauschiges, windgeschütztes Plätzchen, das zum Verweilen einlädt. Ob maritim oder mediterran, Landhausstil, Vintage oder Moderne – bei Einrichtung und Ausgestaltung des Pavillons im Garten sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt.

 

In 6 Schritten zum eigenen Pavillon

  1. Zulässigkeit prüfen:

    ​ Wenn der Wunsch nach einem Gartenpavillon von der Inspirationsphase und der Abwägung des Für und Wider in die konkrete Planungsphase übergeht, ist zunächst zu klären, welche Rechtsvorschriften dabei zu beachten sind. Dies betrifft die Frage, ob die Errichtung eines Pavillons überhaupt zulässig ist, und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen. Wenn sich der Garten in einem Kleingartenverein oder einer Garten-Genossenschaft befindet, gelten zunächst die Bestimmungen der jeweiligen Satzung. ​Im Fall von Privatgrundstücken kann es sinnvoll sein, mit dem zuständigen Bauamt Kontakt aufzunehmen: in manchen Fällen ist eine Baugenehmigung erforderlich​, wenn der Pavillon eine gewisse Größe hat und auf einem Betonfundament steht – die genauen Regelungen sind jedoch regional verschieden.

  2. Standort festlegen:

    ​ Wenn die Zulässigkeit geklärt ist, geht es an die Standortwahl. Dabei sind zum einen ggf. bestehende rechtliche Vorgaben zu beachten, insb. der ​Abstand zur Grundstücksgrenze. Im Interesse einer guten Nachbarschaft empfiehlt es sich, betroffene​ Nachbarn​ vor Baubeginn zu informieren, um mögliche Bedenken aus dem Weg räumen und begründete Einwände berücksichtigen zu können. Zum anderen sind bei der Standortwahl ästhetische und praktische Faktoren​ zu bedenken. Der Pavillon sollte sich harmonisch in den Garten einfügen und frei von Bäumen und Bewuchs stehen; auch die Standfestigkeit des Untergrunds ist zu berücksichtigen.

  3. Pavillon-Modell wählen:

    ​ Bei der Entscheidung für ein konkretes Modell sind sowohl die rechtlichen Bestimmungen (Größe & Zulässigkeit eines Fundaments) wie auch der geplante Standort zu beachten. Wie gesagt, der Pavillon sollte sich harmonisch in den Garten einfügen – sowohl in der ​Größe​, als auch im ​Stil​. Ob rustikaler Holzpavillon, romantischer Eisenpavillon oder blütenduftender Rankpavillon – Skizzen und Fotomontagen helfen bei der Wahl des richtigen Modells. Eine wichtige Rolle spielen selbstverständlich auch die handwerklichen Fähigkeiten – am unkompliziertesten ist ein ​Fertigpavillon, ein ​ ​Eigenbau​ dagegen erfordert mehr planerisches und handwerkliches Geschick.

  4. Fundament setzen

    ​: Für Holzpavillons ist grundsätzlich ein Fundament empfehlenswert, entweder als ​Betonring oder Punktfundament​ für die einzelnen Pfosten. Bei Eisenpavillons gibt es auch Modelle, die bei hinreichend festem Untergrund direkt auf die Erde gestellt und mit Bodenankern befestigt werden.

  5. Aufbau des Pavillons

    ​: Der Aufbau eines Fertigpavillons sollte strikt nach der ​Montageanleitung erfolgen, um die Einzelteile korrekt zusammenzufügen. Ob Holz- oder Eisenpavillon, Schraub- oder Steckverbindungen – nur der korrekte Aufbau sichert die Stabilität und verhindert Unfälle. Besonders hilfreich sind dabei Montagevideos. Alternativ kann man selbstverständlich auch ein erfahrenes ​Montage-Team

  6. Einrichtung bzw. Bepflanzung

    ​: Sobald der Pavillon steht, kann er wunschgemäß eingerichtet, dekoriert und bepflanzt werden. ​Sitzgelegenheiten​ laden zum Verweilen ein, Windlichter und Lampions schaffen romantische Stimmung an lauen Sommerabenden. Mit der geeigneten Bepflanzung​, etwas Zeit und gärtnerischem Geschick kann man dem Rankpavillon ein lauschiges Blätterdach und bunten Blütenschmuck wachsen lassen.

Ob Holz oder Eisen, beide Materialien sind robust und gut für den Außeneinsatz geeignet. Mit der richtigen Imprägnierung ist ​Holz​ äußerst witterungsbeständig, möglich ist sowohl ein gebeizter, natürlich gealterter Look oder ein jährlich frischer Anstrich. Dasselbe gilt für Eisenpavillons: ​Roheisen setzt mit der Zeit Rost an und verleiht dem Material einen antiken Look – ist der Pavillon beschichtet​     oder verzinkt​, trotzt er den Elementen und muss nur gelegentlich gereinigt werden. Ein integriertes Zeltdach​ sollte in der kalten und stürmischen Jahreszeit abgenommen werden, um Beschädigungen und vorzeitigen Verschleiß zu vermeiden.

Mit guter Planung, ausreichender Vorbereitung und etwas fachmännischer Pflege bereitet ein Pavillon im Garten für viele Jahre Freude – als besonderer Blickfang, attraktives Gestaltungselement und einladender Rückzugsort.

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